24.11.13

Schach-Bundesliga Runden 3+4

Die Ergebnisse der Doppelrunde vom Wochenende:
Bad-Gri 7    Hok-Vie 8      Bad-Vie 7½   Hok-Gri 5½
Hbg-Sfr 4½   Bre-Teg 4½     Hbg-Teg 7    Bre-Sfr 6½
Mül-Ems 5    Wat-Kat 4½     Mül-Kat 5    Ems-Wat 5
Epp-Sol 5½   Tri-Mün 5      Sol-Mün 5½   Epp-Tri 4½
Der Stand der Dinge nach 4 Runden:
Es führt (nicht überraschend) Baden Baden mit weißer Weste und 8 MP vor Hamburg, Mülheim und Eppingen mit je 7 MP. Griesheim liegt mit 3 MP auf Platz 10.
Alles weitere kann hier auf der Bundesligaseite eingesehen werden.
rit

SCO bei der Blitzmannschaftsmeisterschaft

Bei der Blitzmannschaftsmeisterschaft des Bezirks am 23.11. in Babenhausen gingen 7 Viererteams an den Start und trugen ein doppelrundiges Turnier aus.
Das Ober-Ramstädter Blitzteam mit Karlheinz Gürtler, Klaus-Peter Basel, Hermann Jaksch und Knut Goebel hatte wie erwartet mit dem Kampf um die vorderen Plätze nichts zu tun, hatte trotzdem Spaß und belegte den sechsten Platz. Der Gastgeber Babenhausen wurde immerhin geschlagen.
Klaus-Peter Basel erwies sich als bester Punktesammler mit 4,5 Punkten. Knut Goebel erzielte 3,5 Punkte, Hermann Jaksch 2 und Karlheinz Gürtler hatte am ersten Brett mit 1,5 Punkten einen schweren Stand. Es siegte Schachforum Darmstadt I vor Langen und Gernsheim. kg

23.11.13

TL - Info: Diverses

Die gestrigen Ergebnisse der Vereinsmeisterschaft finden Sie auf der Seite Saison13/14.
Heute nimmt erstmals seit Jahren eine Mannschaft des SCO an der Bezirksmeisterschaft im Blitzschach teil. Das Turnier beginnt um 14 Uhr in Babenhausen. Die Spieler Jaksch, Goebel, Basel und Gürtler werden gegen die vermutlich deutlich jüngere Konkurrenz wenig Chancen haben. Es gilt aber das olympische Motto "Dabei sein ist Alles". Wie es den Blitzern ergangen ist, kann morgen auf diesem blog nachgelesen werden. gue

22.11.13

Magnus Carlsen ist Schachweltmeister

Die Schachwelt verneigt sich vor einem großen und überzeugenden neuen Champion.
Der junge Norweger Magnus Carlsen hat acht Tage vor seinem 23. Geburtstag den Weltmeistertitel im Schach erobert. Er siegte klar und sicher mit 6½ zu 3½ gegen den beliebten 43-jährigen indischen Großmeister Viswanathan Anand, der die WM-Position seit 2007 inne hatte.
Carlsen war allgemein als Favorit eingestuft worden. Er weist in der Elo-Weltrangliste 2870 Punkte auf und liegt mit großem Abstand vor den Mitbewerbern, auch 95 Zähler vor Anand.
Trotzdem konnte man nicht sicher sein, denn Anand ist ein erfahrener Zweikämpfer und mit seinem aggressiven und kreativen Spiel immer für Überraschungen gut. Carlsen dagegen pflegt einen soliden positionellen Stil und agiert geduldig und präzise, nahezu fehlerlos.
Wie in vielen großen Turnieren der letzten Jahre erwies sich auch jetzt bei der WM Carlsens Sicherheit und Präzision als ausschlaggebend. Während Anand kleine Ungenauigkeiten nicht vermeiden konnte, fand der Norweger praktisch immer die besten (und auch vom Computer angezeigten) Züge. Dies verhalf ihm in den Runden 5 und 6 zu zwei vollen Punkten, die schon vorentscheidend waren. Unter dem Druck, gewinnen zu müssen, versuchte es der Inder in der 9. Partie mit der Brechstange, wobei ihm aber ein verhängnisvoller Fehler unterlief. Den dann noch fehlenden halben Punkt zum 6½:3½ holte sich Carlsen wie zu erwarten mit einem Remis in der 10. Runde.
Das auf 12 Runden angesetzte Match im indischen Chennai war damit vorzeitig beendet und der neue Weltmeister mit einem beeindruckenden Vorsprung gekürt. Herzlichen Glückwunsch!
Umfassende Informationen können hier auf der Turnierseite nachgelesen und alle Partien hier bei ChessBomb nachgespielt werden.
rit

21.11.13

Nur noch ein halber Punkt

Anand hat es noch einmal probiert. In einer aggressiv geführten Partie unterlief ihm jedoch ein krasser Fehler, der zur sofortigen Aufgabe führte. Damit hat Carlsen den dritten Sieg eingefahren und führt mit 6:3. Es sieht alles danach aus, dass schon morgen der neue Weltmeister gekürt wird.
rit

Bundesliga-Runden 3+4 am Wochenende

An diesem Wochenende (23.+24. November) steht die nächste Doppelrunde der Schach-Bundesliga auf dem Programm. Die südhessischen Reisepartner Griesheim und Viernheim fahren nach Baden Baden und haben es dort neben dem Gastgeber mit Hockenheim zu tun.
Gespielt wird Samstag um 14 Uhr und Sonntag um 10 Uhr. Live-Übertragungen gibt es HIER.
rit

20.11.13

Hat Anand noch eine Chance?

Nein, die hat er nicht. Carlsen muss bei zwei Punkten Vorsprung nicht mehr auf Gewinn spielen. Er wird noch drei Partien routinemäßig im Sand verlaufen lassen und nach elf Runden Weltmeister sein. Oder sogar früher, wenn Anand mit der Brechstange kommt.
Heute ist Ruhetag. Donnerstag und Freitag wird gespielt (vielleicht schon entschieden). Samstag ist wieder Ruhetag und am Sonntag wird die (vorzeitige) Entscheidung fallen. Alles andere wäre ein Wunder.
rit

18.11.13

Aserbaidschaner und Ukrainerinnen sind die neuen Europameister

Die Mannschafts-Europameisterschaften im polnischen Warschau sind abgeschlossen. Die 38 Mannschaften und 32 Frauenschaften haben sich nach 9 Runden Schweizer System ihren Leistungen entsprechend in die Tabellen einsortiert.
Bei den Männern gab es eine Reihe etwa gleichstarker Teams, unter denen dann auch die vorderen Plätze verteilt wurden. Mit 14 Punkten siegte die Crew von Aserbaidschan mit Mamedyarov und Radjabov an der Spitze. Dahinter folgen mit je 13 Zählern Frankreich, Russland und Armenien. Deutschland, das im Vorjahr überraschend gewonnen hatte, landete mit 9 Punkten im Mittelfeld.
Bei den Frauen siegten die zum engen Favoritenkreis zählenden Ukrainerinnen mit 15 vor Russland und Polen mit je 14 Punkten. Unsere deutschen Mädels landeten mit 11 Zählern standesgemäß auf Platz 7.
Die kompletten Tabellen sowie alle weiteren Informationen (Ergebnisse, Spieler, Fotos) gibt es hier auf der weitläufigen Homepage.
rit

17.11.13

Halbzeit in Chennai - Vorteil Carlsen

Die WM-Bilanz nach sechs Runden: Zwei Kurz-Remisen zum Vergessen, zwei gehaltvolle Kampf-Remisen und zwei eindrucksvolle Endspiel-Siege. Stand 4:2 für den Herausforderer.
Die beiden gewonnenen Turmendspiele sind typisch für die Spielanlage von Carlsen. In ausgeglichen erscheinenden Stellungen erkennt er kleinste Chancen und nutzt sie mit roboterhafter Präzision aus. Fehler macht er praktisch nicht.
Es wird jetzt schwer für Anand. Um aufzuholen muss er Risiko gehen und läuft Gefahr, vom hellwachen Norweger ausgekontert zu werden. Daher sieht es eher nach einem vorzeitigen Ende der Veranstaltung als nach einem Ausgleich des Weltmeisters aus.
Aber wer weiß. Vielleicht menschelt es ja auch einmal bei Carlsen. Warten wir's ab.
rit

14.11.13

Endspieltaktik -
Versteckspiel mit Mattdrohungen
Die nebenstehende Stellung könnte beides sein: Studie oder Partie. Diesmal handelt es sich um eine Komposition, und zwar von A.Troitzki, einem Großmeister seines Fachs.
Schwarz hat eine Mehrfigur und den Doppelbauer auf der h-Linie voll im Griff. Er macht sich keine Sorgen. Nach
1.h7 Tg5+  2. Kxd6 Txh5   scheint alles im Lot. Der mittelstarke Spieler schlägt jetzt den Läufer und die Sache ist remis. Doch
Weiß will mehr.  Aber wie?   (Lösung hinter dem Break)

13.11.13

Halbzeit in Polen

Fünf von 9 Runden sind bei der Team-EM in Warschau gespielt, heute ist Ruhetag.
In der (offenen) Männer-Abteilung führt Frankreich mit 9 vor Griechenland, Georgien und Aserbaidschan mit jeweils 8 Punkten. Deutschland ist mit nur 4 Zählern schon abgeschlagen.
In der (reinen) Frauen-Abteilung führt die Ukraine mit 10 vor Polen und Georgien mit je 8 Punkten. Es folgen 5 Teams mit 7 Punkten, darunter auch Deutschland.
Bei noch 4 zu gehenden Runden kann noch viel passieren. Die Turnierseite ist hier.
rit

11.11.13

Unterhaltsamer ist's in Warschau

Wem die bisher blutleeren Darbietungen bei der WM in fernen Indien nicht zusagen, der kann seinen Blick hoffnungsfroh auf die Team-Europameisterschaften im benachbarten Polen richten. 
Dort sind in Warschau 349 Spitzenspieler und -spielerinnen versammelt, darunter 317 Titelträger. Unter diesen wiederum finden sich 155 veritable Großmeister mit Prominenten wie Aronian, Grischuk, Caruana, Topalov oder Judit Polgar. 
Täglich, meist ab 15 Uhr, sitzen 280 Leute am Brett und spielen 140 Partien. Bei soviel Masse und Klasse gibt es natürlich Action zuhauf.
Wer an trüben Novembertagen Zeit und Lust hat, kann sich  HIER  auf der hervorragend gemachten Homepage vergnügen. Alle Partien werden in dem von der Bundesliga bekannten Format live übertragen; man kann sich die spektakulärsten aussuchen.
Die beiden deutschen Teams haben bisher nicht recht überzeugt: gegen schwächere Gegner haben die Männer in den ersten 3 (von 9) Runden nur drei Punkte ergattert, die Frauen vier. Aber auch Russland hat sich z.B. gegen die Türken eine blutige Nase geholt. Es ist also schwer was los.
rit

10.11.13

Nichtangriffspakt Indien-Norwegen weiter in Kraft

Wieder Remis. Diesmal mussten die Kontrahenten ein Paar Züge mehr machen (25 statt 16), dafür waren sie aber statt nach 90 schon nach 66 Minuten fertig. Der Stundenlohn fiel also höher aus.
Es zeigt sich einfach: Keiner will etwas riskieren, weil er eine Heidenangst davor hat, dass ihm die kleinste Schwäche zum Verhängnis wird. Diese sicher professionelle Einstellung ist verständlich, sie führt aber dazu, dass Schach-Zweikämpfe auf Spitzenniveau nicht mehr attraktiv sind.
Vielleicht wird es ja noch besser. Wenn nicht, muss man den Modus ändern und den Weltmeister z.B. in einem Rundenturnier ermitteln (ähnlich dem Kandidatenturnier, am besten im 3-Punktesystem). Da sind dann immer welche dabei, die aufs Ganze gehen und für Entscheidungen sorgen, so dass die anderen nachziehen müssen.
Wenn auch das nicht hilft, sollte man ernsthaft über Fischer-Random-Schach nachdenken.
rit

9.11.13

Kampfloser Auftakt bei der WM in Chennai

Nach nur 90 Minuten Spielzeit und nur 16 Zügen, wovon drei Wiederholungen waren, reichten sich Anand und Carlsen die Hand zum Remis. Beide schienen sogar von dem Ergebnis angetan, was auch durch ihre gute Laune in der anschließenden Pressekonferenz zum Ausdruck kam. Leicht verdiente hunderttausend Dollar für jeden.
Ganz anders die Fans: 
Sie dürften besonders von Carlsen enttäuscht sein, von dem mit Weiß wesentlich mehr Pep erwartet worden war. Dass ausgerechnet der Norweger, der sonst bis zum blanken König fightet, schon in der Eröffnung die Kampfhandlungen einstellte, deutet auf eine gehörige Portion Respekt hin.
Einen forschen Husarenritt hatte ja niemand erwartet, aber einen zähen Grabenkrieg schon. Heraus gekommen ist nur ein fades Großmeister-Remis. Mal sehen, ob die Web-Server morgen auch wieder so überlastet sind.
rit

TL - Info: Vereinsmeisterschaft

Die Ergebnisse der gestrigen Spiele  in der Vereinsmeisterschaft können auf der Saionseite nachgelesen werden.
Kommenden Freitag  (15.11.)  muss der Spielabend ausfallen, da alle städtischen Räume belegt sind. gue

8.11.13

Die Schach-Weltmeisterschaft 2013
Wer-Wo-Wie-Wann

Morgen, am 9. November um 10.30, beginnt im indischen Chennai die Schachweltmeisterschaft 2013. Das Ereignis wird schon lange herbeigesehnt und von der Schachwelt mit Spannung erwartet. Dem 'Duell der Generationen' sind im Vorfeld allerlei Attribute zugedacht worden: - Eröffnungswissen gegen Endspielstärke, Kombinations- gegen Positionsspiel, Erfahrung gegen Jugendkraft, Remisbereitschaft gegen Durchhaltewillen - und vieles mehr. Das sind aber alles nur Nuancen. In Wirklichkeit sind beide absolut komkplette Schachspieler, die jede Gangart beherrschen.
Die meisten Auguren rechnen allerdings mit einer Wachablösung - aber warten wir's ab.

Die wichtigsten Daten:
Titelverteidiger:  Viswanathan Anand aus Indien, 43 Jahre, Elo 2775, Weltmeister seit 2007.
Herausforderer:  Magnus Carlsen aus Norwegen, 22 Jahre, Elo 2870, Erster der Weltrangliste.
Spielort:   Chennai (Madras) in Indien.
Modus:   Bis zu 12 Runden.
Bei 6,5 Punkten ist Schluss.
Bei 6:6 Tiebreak (Rapid/Blitz/Armageddon).
Bedenkzeit:   2 Std/40 Züge + 1 Std/20 Züge + 15 Min/Rest  + 30 sec/Z ab Zug 61.
Spieltage:   November  9+10,  12+13,  15+16,  18+19,  21+22,  24,  26.  (TB 28).
Uhrzeit:   10.30 MEZ (15.00 Ortszeit)
Preisfonds:   2,5 Millionen Dollar. Verteilung 60:40 (bei Tiebreak 55:45)
Links:   Infos, Fotos, Partien, Liveübertragung auf der Homepage hier. Dazu die gewohnte Live-Übertragung mit Computeranalyse, Kommentar und Chat bei ChessBomb HIER.
rit

7.11.13

Europameisterschaft der Nationalmannschaften

Ungeachtet des Weltmeisterschtskampfes in Chennai geht auch das übrige Spitzenschach weiter. Paralell zur WM laufen vom 8. bis 17. November in der polnischen Hauptstadt Warschau die European Team Chess Championships. Im Gegensatz zu dem erst kürzlich mit Legionären ausgespielten Vereinspokal in Rhodos können hier nur Spieler eingesetzt werden, die auch tatsächlich die Staatsbürgerschaft des Landes haben.
Bei den Männern sind 37 Nationalteams am Start. Die Setzliste wird angeführt von Russland, Armenien und England, aber die Elo-Differenz zu den nachfolgenden Mitbewerbern ist gering und ein klarer Favorit ist nicht auszumachen. Deutschland, das im Vorjahr ganz überraschend den Titel geholt hatte, ist auf Platz 9 gesetzt und tritt mit Naiditsch, Meier, Baramidze, Khenkin und Fridman an.
Bei den Frauen sind 31 Nationen am Start, angeführt von der Ukraine, Georgien und Russland, die auch als Favoriten gelten können. Deutschland ist auf Platz 6 gesetzt und tritt mit Paehtz, Michna, Melamed, Schleining und Kachiani an.
Gespielt werden 9 Runden vom 8. bis 12. und vom 14. bis 17. November, jeweils um 15 Uhr.
Die Turnierseite gibt es hier, Livepartien bei ChessBomb hier.
rit

6.11.13

Lesestoff - Eine neue Seite

In der Kopfzeile haben wir eine neue Seite mit dem Titel Lesestoff eingerichtet. Dort sind ausgewählte Blog-Beiträge aufgelistet, die zeitlos oder besonders informativ sind. Sie sind chronologisch geordnet und können über das Datum und das Blog-Archiv (sidebar) relativ einfach gesucht und nachgeschlagen werden.
rit

5.11.13

Werner Metz ist Seniorenmeister

Mit 6,0 Punkten aus 7 Runden sicherte sich Werner Metz vom Tec Darmstadt für 2013 die Seniorenmeisterschaft im Bezirk Starkenburg, einen Titel, den er schon mehrfach errungen hat. Herzlichen Glückwunsch!
Sehr erfreulich aus Ober-Ramstädter Sicht ist das Abschneiden unseres Schachfreunds Walter Berndt, der mit 5,5 Punkten nach Feinwertung vor dem punktgleichen Hans-Erich Oechler (Tec) auf den 2. Platz kam und damit Vizemeister wurde.
Im übrigen erreichten die unter den 30 Teilnehmern wieder zahlreich vertretenen Ober-Ramstädter folgende Punktzahlen:
Horst Breitwieser 4,0, Georg Ritscher 3,5 (nur 5 Partien), Hermann Jaksch 3,0, Werner Hahn 3,0, Peter Schumm 2,0 und Edgar Fornoff 1,5.
Weitere Einzelheiten und die komplette Tabelle sollen in Kürze hier erscheinen.
rit

4.11.13

Karpov (62) mischt lange mit - Bacrot gewinnt

Im Rahmen der großen traditionellen Open-Veranstaltung in Cap d'Agde an der französischen Mittelmeerküste fand ein nach dem früheren Weltmeister Anatoli Karpov benanntes Schnellschach-Einladungsturnier statt, an dem auch der Namensgeber selbst teilnahm.
Das Feld aus 4 Männern und 4 Frauen der mittleren Weltklasse (Kat 13) spielte zunächst eine doppelte Rapidrunde (25 min +), die der Senior Karpov souverän mit 11 Punkten vor Bacrot mit 9 gewann. Ivanchuk, Pelletier und Maria Muzychuk mussten mit je 8 zwecks Endrunden-Teilnahme in ein Stechen, bei dem der Schweizer den Kürzeren zog.
Im Halbfinale verabschiedeten sich Ivanchuk und Muzychuk und im Finale behielt Bacrot nach Gleichstand in den Schnellpartien erst im Blitzen gegen Karpov die Oberhand.
Die Turnierseite gibt es hier.
rit

3.11.13

Ergebnisse vom 3. Spieltag

Am dritten Spieltag der Saison 2013/14 gab es für die ersten beiden Ober-Ramstädter Mannschaften Niederlagen. Nur die dritte Mannschaft hielt mit einem tollen 4:0-Sieg die Fahne hoch.
SCO I unterlag in einem wichtigen Spiel um den Klassenerhalt nach 6 Stunden Spielzeit bei Langen III mit 3,5:4,5. Siegpartien spielten Walter Berndt und David Briemann. Dazu kamen drei Remis von Karlheinz Gürtler, Knut Goebel und Andreas Fuchs. Niederlagen mussten Rene Hartmann, Rolf Tiemann und Klaus Reuter einstecken.
SCO II trat ersatzgeschwächt und mit einem Spieler weniger bei Rossdorf II an und unterlag deutlich mit 0,5:6,5. Sahen die Partien bei Halbzeit durchgehend noch vielversprechend aus, so ging es mit längerer Spielzeit dann doch bergab. Ivan Pernat holte das einzige Remis. Verlustpartien gab es für Werner Hahn, Hermann Jaksch, Hans Jordan, Peter Schumm und Klaus Hansel.
SCO III spielte bei Pfungstadt III und ließ überhaupt nichts anbrennen. Siege für Marek Dähn, Marvin Glock, Nelly Glock und Edgar Fornoff. 4:0. Klasse!

2.11.13

Endspieltaktik -
Zwei Pferdchen treiben's bunt
Auch Studien können so gestrickt sein, dass sie der einfache Schachfreund ohne große Mühe mit seinen gelernten Mitteln lösen kann.
So auch das nebenstehende Stück von A.Troitzky, das nicht sehr schwer, aber unterhaltsam ist
1.Sf3+ Kxf4  
2.Scd5+ Ke5
Zwei Attacken gegen den König
Und nun ?
(Lösung hinter dem Break)

1.11.13

Die Elo-Weltrangliste November

Top-10 der Männer: Mamedyarov kommt wieder, Karjakin fällt (erstmals seit drei Jahren) raus. Sonst gibt es nur geringe Verschiebungen in der Reihenfolge. Ausgewertet wurden u.a. Bilbao, Bukarest, Paris, N-Novgorod und Rhodos.
Top-5 der Frauen: Hier gibt es nur einen Wechsel (4/5). Ausgewertet wurden u.a. Taschkent und Rhodos.
Männer                            Frauen
1  Carlsen     Nor  2870          1 Polgar       Hun  2689
2  Aronian     Arm  2801          2 Hou Yifan    Chn  2629

3  Kramnik     Rus  2793          3 Koneru       Ind  2618
4  Nakamura    Usa  2786          4 Muzychuk     Slo  2566    

5  Grischuk    Rus  2785          5 Zhao Xue     Chn  2565
6  Caruana     Ita  2782

7  Gelfand     Isr  2777          Die besten Deutschen sind   
8  Anand       Ind  2775         
Naiditsch (M 25) und Paehtz (F 35 ).
9  Topalov     Bul  2774          Die kompletten Top-100-Listen
10 Mamedyarov  Aze  2757
         gibt es hier (M) und hier (F).
rit

Taktik - Eine neue Seite

In der Kopfzeile haben wir eine neue Seite mit dem Titel Taktik eingerichtet. Dort sind alle im Blog veröffentlichten intereressanten Endspiel- und Partie-Stellungen chronologisch aufgelistet. Über das Datum und das Blog-Archiv (sidebar) können die kommentierten Beiträge gesucht und gefunden werden.
rit

31.10.13

Endspieltaktik -
Das Prokes-Manöver
Zwei verbundene Bauern auf der vorletzten Reihe - da hat der arme Turm normalerweise nichts mehr zu melden.
Aber der Prager Studienkomponist Ladislav Prokes meinte 1939: Doch, Weiß hält Remis !
Das geht natürlich nur, wenn auch der weiße König noch mithelfen kann. Unumgänglich ist daher
1. Kg4
Und wie geht's weiter ?
(Lösung hinter dem Break)

30.10.13

TL - Info: 3. Runde Mannschaftsmeisterschaft

Unsere 3 Mannschaften haben am kommenden Wochenende alle Auswärtsspiele. SCO1 tritt bei Langen3 an und kann als leichter Favorit gelten. Bei einem Sieg gegen den direkten Mitbewerber um den Klassenerhalt  würden die Chancen auf  die Erreichung des Saisonzieles beträchtlich steigen.  Unsere 2. spielt in Roßdorf.  Beurteilt man die Chancen  nach der Papierform, so  ist man klarer Aussenseiter.
SCO3 reist nach Pfungstadt zu deren 3. Mannschaft. Hier bestehen durchaus Chancen auf einen Punktgewinn.  Allen Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg und vor allem Spaß. gue

28.10.13

Europäische Vereins-Pokale auf Rhodos vergeben

Die Massenansammlung von Schach-Großmeistern (rund 120 Stück) hat sich aufgelöst. Wenn jetzt auf Rhodos von Großmeistern die Rede ist, denkt man wieder an die der Johanniter und deren imposanten Palast. Der European Chess Club Cup 2013 dagegen ist beendet. 
Bei den Männern gewann nach 7 Runden das Team von Novy Bor (Cze - Kleinstadt nahe der Lausitz) mit 13 Punkten vor Malachite (Rus - Hotelkette) mit 12 Punkten. Es folgen mit je 11 Punkten Socar (Aze - Ölkonzern ), Clichy (Fra) und St Petersburg (Rus). Die Spieler dieser erfolgreichen Gruppierungen sind beileibe keine Einheimischen, sondern gemietete Legionäre, wie wir das auch aus der Bundesliga kennen.
Unter den 53 teilnehmenden Clubs waren auch drei deutsche. Solingen kam mit 7 Punkten auf Platz 23, Eppingen mit 4 auf 48 und Mülheim mit 3 auf 49.
Den fünften Pokalsieg bei den Frauen (11 Teams) holte sich erwartungsgemäß Monte Carlo, eine Schachnation, die es sich leisten kann, die besten Damen der Welt zu verpflichten.
Die kompletten Tabellen sowie alle Details über Spieler und Ergebnisse findet man hier.
rit

27.10.13

Wesley So gewinnt in Holland

Das kleine Einladungsturnier (4 Mann, 6 Runden) beim diesjährigen Univé-Schachturnier im holländischen Hoogeveen gewann der junge Philipino Wesley So. Er studiert in den USA und ist der Primus einer starken Schachgruppe, die Susan Polgar an der Webster University in St Louis zusammengezogen hat und zu der auch der deutsche GM Georg Meier zählt.
Mit 4,5 Punkten siegte Wesley So (Phi 2706) deutlich vor Michael Adams (Eng 2753) und Robin van Kampen (Ned 2607) mit je 3,0, während sich  Loek van Wely (Ned 2693) mit 1,5 als freundlicher Gastgeber etwas zurückhielt.
Das ebenfalls mit einigen Großmeistern stark besetzte Open (70 Teilnehmer, 9 Runden) gewann Rodshtein (Isr 2664) mit 7,5 Punkten vor Mostalenko (Esp 2520) und l'Ami (Ned 2657) mit je 7,0. Daneben gab es bei der Veranstaltung noch zwei große Amateurturniere und eine Prominentengruppe.
rit

26.10.13

TL - Info: Vereinsmeisterschaft

Gestern wurde die 1. Runde (Oktoberrunde) mit der Partie Hansel - Schumm  beendet. Die Partie endete nach turbulentem Verlauf mit einem Sieg von K. Hansel.  Die Auslosung der 2. Runde (Novemberrunde) kann auf der Seite Saison2013/14 nachgelesen werden. Die Partien müssen bis Ende November gespielt sein. gue

25.10.13

(3) Das DWZ-System - Die Rechenformeln

(Fortsetzung vom 24.10.13)
Angenommen, Fritz hat mit seinen 1700 DWZ ein kleines Turnier gespielt, mit folgenden DWZ-Gegnern und Ergebnissen:
Gegner:    1600  1650  1700  1800  1900  2000  Summe
Punkte:    1,0   0,0   1,0   0,5   1,0   0,0    3,50
Erwartung: 0,64  0,57  0,50  0,36  0,24  0,15   2,46
Fritz hat also besser gespielt (3,50) als erwartet (2,46) und seine DWZ müsste steigen. Aber um wieviel? 
Zunächst wird der sogenannte Turnier-Erfolg (TE) ermittelt.
In die Berechnung gehen ein: Die Alte DWZ (ZA), eine Konstante von 800, die erzielten Punkte (P), die Erwartung (E) und die Zahl der gespielten Partien (N). Daraus ergibt sich die Formel
   TE =  ZA + < 800 x (P-E) : N >
   in unserem Fall also
   TE =  1700 + < 800 x (3,50-2,46) : 6 >  =  1839.
Dies ist aber noch nicht die Neue DWZ. Es soll vielmehr auch die Alte DWZ in die Gewichtung eingehen, und zwar relativ stark. Es wird deshalb noch ein Beharrungsfaktor (B) eingebaut, der für den normalen Vereinsspieler mit 25 anzusetzen ist. Die Formel lautet dann:
   Neue DWZ  =  < (B x ZA) + (N x TE) > : (B + N)
   in unserem Fall also
   Neue DWZ  =  < (25 x 1700) + (6 x 1839) > : (25 + 6) >  = 1727
Die neue DWZ von Fritz ist nunmehr 1727; Fritz hat sich durch das Turnier um 27 Punkte verbessert.
Die beiden Beiträge (1) und (2) sollten nur die Grundgedanken und das Grundgerüst des DWZ-Systems darstellen und erklären. Über die vielen Verfeinerungen und Besonderheiten kann man sich in der Spezial-Literatur informieren.
(Siehe auch Posts vom 23.10.13 und 24.10.13)
rit

24.10.13

(2) Das DWZ-System - Die Gewinnerwartung

(Fortsetzung vom 23.10.13)
Basis des DWZ-Systems ist die Gewinn-Erwartung. Gegen einen Gleichstarken erwartet man ein Ergebnis von 50:50, gegen einen etwas Schwächeren z.B. eines von 60:40 und gegen einen ganz Schwachen vielleicht eines von 90:10. 
Die DWZ-Statistiker haben dazu eine wissenschaftliche Formel entwickelt, mit der die Gewinn-Erwartungen bei den verschiedenen DWZ-Abständen errechnet werden können. Für den Hausgebrauch gibt es dazu eine detaillierte Tabelle mit den Erwartungen für den stärkeren Spieler (für den schwächeren gelten die Komplementärzahlen).
Einige Eckpunkte daraus sind: 
  DWZ-Differenz:  0  50  100  150  200  250  300  350  400  450
  Erwartung    : 50  57   64   70   76   81   85   89   92   94 
Spielt nun einer besser als erwartet, dann steigt seine DWZ, bleibt er unter der Erwartung, dann sinkt sie. 
Beispiel: Fritz hat eine DWZ von 1700 und Otto eine von 1900, die Differenz ist 200. Von Fritz erwartet man nur eine Erfolgsquote von 24%, von Otto dagegen erwartet man 76%, aus 4 Partien z.B. mindestens 3 Punkte. Auf eine einzelne Partie bezogen bedeutet das: 
(a) Otto gewinnt: Man erwartet von ihm 76%, in der einen Partie also 0,76 Punkte. Erzielt hat er 1,00 und ist damit um 0,24 besser als erwartet. Seine DWZ steigt mäßig. Fritz dagegen hat seine 24%-Chance nicht genutzt und verliert an DWZ, aber auch nur mäßig. 
(b) Fritz gewinnt: Von ihm erwartet man nur 0,24 Punkte. Sein Ergebnis von 1,00 ist also wesentlich besser, nämlich um 0,76. Seine DWZ steigt stark. Entsprechend stark fällt die von Otto. 
(c) Remis: Beide haben also 0,50 Punkte erzielt. Otto ist um 0,26 schlechter und Fritz um 0,26 besser als erwartet. Entsprechend fällt und steigt ihre DWZ in mäßigem Umfang. 
Diese Zahlen sind aber nicht die Veränderungen der DWZ selbst, sondern nur ein Faktor, der in die spätere Berechnung eingeht. Dazu später mehr. 
Klar geworden ist aber: Man kann auch gegen schwächere Spieler DWZ-Punkte hinzugewinnen. Je höher allerdings die DWZ-Differenz, um so weniger gibt es für den Stärkeren zu holen und bei einer Differenz ab 735 gibt es für ihn überhaupt nichts mehr. Umgekehrt hat dann der Schwächere gute Chancen bei geringem Risiko. (Fortsetzung folgt)
(Siehe auch Posts vom 23.10.13 und 25.10.13)
rit

23.10.13

(1) Elo und DWZ - Die Messlatten im Schach

Ähnlich wie die Golfer mit ihren Handicaps wollen auch die Schachspieler wissen, wie es um ihre Spielstärke im Vergleich zu den Kollegen bestellt ist. 
International ist dabei die Elo-Zahl das Maß aller Dinge. Das System wurde von dem ungarisch/amerikanischen Statistiker Arpad Elo entwickelt und 1970 im Weltschach eingeführt. 
Am Anfang wurden Elo-Zahlen erst ab 2200 vergeben, blieben also den Top-Spielern vorbehalten. Deshalb entwickelten viele nationale Verbände eigene Wertungssysteme. Später entdeckte die FIDE das ganze als Einnahmequelle und senkte (um die zahlende Kundschaft zu mehren) den Einstiegswert bis auf derzeit 1000. Die Nationen blieben aber aus finanziellen und organisatorischen Gründen weitgehend bei ihrer Eigenständigkeit.
Und wie ist es bei uns? 
In Deutschland galt seit 1947 die Ingo-Wertung (benannt nach Ingolstadt), die 1992 von der DWZ abgelöst wurde. Die Abkürzung DWZ steht für Deutsche-Wertungs-Zahl. Das System lehnt sich in der Berechnung stark an das Elo-Verfahren an und ähnelt ihm auch in der Höhe der Zahlen selbst. 
Eine Formel für die Umrechnung zwischen DWZ und Elo gibt es aber nicht; beide Verfahren laufen völlig getrennt nebeneinander. Man kann jedoch sagen, dass die Elo-Zahl eines Spielers meist um etwa 100 Punkte über seiner DWZ liegt, wobei sich die Differenz in den höheren Regionen (über 2200) wieder nivelliert.
Während eine Elo-Zahl nur in größeren Turnieren (die sich die Fide-Gebühren leisten können und wollen) erworben werden kann, verfügt in Deutschland fast jeder Vereinsspieler über eine DWZ, die bei allen Mannschaftskämpfen und Einzelturnieren vom DSB mit Hilfe von regionalen Sachbearbeitern neu errechnet wird.
Über den Berechnungsmodus dieser hierzulande dominierenden Wertung informieren wir in zwei gesonderten Beiträgen. (Fortsetzung folgt)
(Siehe auch Posts vom 24.10.13 und 25.10.13)

rit

21.10.13

Ein traditionsreiches Turnier in Holland

Zeitgleich zum Club-Cup auf Rhodos läuft vom 20. bis 26. Oktober in der kleinen holländischen Stadt Hoogeveen das 17. Univé-Turnier, gesponsert von der gleichnamigen Versicherung.
Neben einem großen Open werden immer vier Weltklasse-Spieler eingeladen (zwei Routiniers und zwei Youngster, jeweils international und holländisch), die als sogenannte Kronen-Gruppe doppelrundig gegeneinander spielen..
Die Alten sind diesmal Mickey Adams (Eng 2753) und Loek van Wely (Ned 2693), die Jungen Wesley So (Phi 2706) und Robin van Kampen (Ned 2607).
Die Turnierseite gibt es hier, Live-Übertragungen ab 14 Uhr hier.
rit

20.10.13

European Chess Club Cup auf Rhodos

Nach den Qualitätsturnieren in N-Nowgorod, Bilbao und Bukarest erwartet uns vor dem
WM-Zweikampf (6-26 Nov) noch ein weiteres Großereignis mit Weltklasse-Beteiligung.
Es handelt sich um den Vereins-Europa-Pokal, der vom 20. bis 26. Oktober auf der geschichtsträchtigen griechischen Insel Rhodos ausgetragen wird. Gemeldet sind 51 Clubs bei den Männern (6 Bretter) und 11 bei den Frauen (4 Bretter). Die stärksten Gruppierungen, deren Namen hier kaum jemand kennt (z.B. Socar, Ugra, Malachite), spielen mit bunt zusammengemieteten Legionären und erreichen selbst im Durchschnitt Elowerte jenseits der 2700.
Bei den Männern findet man massenhaft Super-GMs (2700+), darunter Caruana, Grischuk, Nakamura, Topalov, Karjakin und viele andere. Bei den Frauen sind mit Hou Yifan, Koneru, Muzychuk und anderen ebenfalls viele Elitekräfte am Start. Aus Deutschland sind Solingen, Eppingen und Mülheim dabei, aber nicht in ihrer Bundesligastärke, sondern mit Leuten aus der zweiten Reihe, die nur unter ferner liefen zu erwarten sind.
Die Turnierseite gibt es hier, Live-Übertragungen ab 14 Uhr hier.
rit

19.10.13

Ergebnisse Vereinsmeisterschaft

Gestern fanden 3 Partien der Vereinsmeisterschft statt. Die Ergebnisse sind auf der Saisonseite zu finden.
Nachzutragen ist noch das Ergebnis einer Nachholpartie aus der Seniorenmeisterschaft des Bezirkes.   Bereits letzten Freitag endete die Partie Jaksch - Schumm 1:0. gue

18.10.13

Endspieltaktik -
Quadrat + Sperrung
Die Studie von Olbrich Duras aus dem Jahre 1905 nutzt die im reinen Bauernendspiel so wichtige Lehre vom Quadrat und kombiniert sie mit der Technik der Sperrung eines wichtigen Feldes. Mit diesen Hilfsmitteln kann der Autor mit Recht behaupten:
Weiß am Zug gewinnt.
Klar ist natürlich, dass der weiße König seinem Bauern zunächst den Weg frei machen muss. Aber wohin soll er sich wenden, nach c3 oder c4 oder c5?
(Lösung hinter dem Break)

16.10.13

Caruana gewinnt in Bukarest

Das mit nur fünf Mann, aber hochkarätig besetzte Kings-Turnier in der rumänischen Hauptstadt Bukarest entschied der 21-jährige Fabiano Caruana mit einem halben Punkt Vorsprung für sich.
Der in den USA geborene Vielspieler Caruana, der seit einigen Jahren für Italien, das Land seiner Vorfahren, spielt, hält sich sehr konstant unter den Top-10 der Weltrangliste, wo er in der (inoffiziellen) Live-Wertung mit Elo 2792 Rang Vier einnimmt.
In Bukarest siegte er mit 5,0 Punkten aus 8 Partien vor Wang Hao (Chn) mit 4,5, Nisipeanu (Rum) mit 4,0, Radjabov (Aze) mit 3,5 und Ponomariov (Ukr) mit 3,0.
Alle Partien können hier nachgespielt werden.
rit

14.10.13

Svidler und Gunina gewinnen in Nischni Nowgorod

Beim Super-Finale in Nischni Nowgorod wurden die neuen Russischen Meister gekürt. Es sind bei den Männern Peter Svidler und bei den Frauen Valentina Gunina.
Während bei den Frauen nach der Hauptrunde alles klar war, musste Svidler mit dem punktgleichen Nepomniachtchi, der vorher überraschend Kramnik  geschlagen hatte, in den Tiebreak, den er dann klar für sich entschied.
Der Endstand an der Spitze (bei je zehn Teilnehmern):
          Männer                              Frauen   
   1 Svidler         2740  6,5         1 Gunina      2506  7,0
   2 Nepomniachtchi  2702  6,5         2 Kosteniuk   2495  6,5
   3 Vitiugov        2729  5,5         3 Pogonina    2485  6,5
   4 Kramnik         2796  5,5
Die komplette Tabelle und alle Partien findet man hier.
rit

13.10.13

Gelungener Start in der Bundesliga

Das Wort "gelungen" steht für unsere Nachbarn aus Griesheim, die in Berlin gegen Tegel gewonnen und gegen die Schachfreunde ein 4:4 erreicht haben. Das alles im Gegensatz zur letzten Saison, als die Südhessen erst in Runde 13 zu ersten Mannschaftspunkten kamen. Allerdings zählen die beiden Berliner Vereine auch zu den potentiellen Abstiegskandidaten.
Baden Baden steht, wie zu erwarten, mit weißer Weste da, und zwar als einziges Team. Alle übrigen, die zum Kreis der möglichen Verfolger zu rechnen sind, mussten mindestens einen Punkt liegen lassen.
Die Einzelheiten zur ersten Doppelrunde gibt es hier.
rit

Aronian gewinnt in Bilbao

Im renommierten Masters Final im spanischen Bilbao, das diesmal allerdings ohne die Aushängeschilder Anand und Carlsen auskommen musste, setzte sich der Armenier Levon Aronian gegen die restlichen drei Mitstreiter durch.
Bei zwei Siegen und vier Remisen siegte er mit 10 Punkten (3-Punkte-Wertung) vor Michael Adams (Eng) mit 9 sowie Mamedyarov (Aze) und Vachier-L (Fra) mit jeweils 5 Punkten.
Die Einzelergebnisse und alle Partien des Kategorie-21-Turniers können hier nachgeschlagen werden.
rit

12.10.13

TL - Info: Vereinsmeisterschaft

Gestern wurde die Vereinsmeisterschaft 13/14 mit 12 Teilnehmern gestartet.
Dabei gab es folgende Ergebnisse:
Fornoff - Reuter 1:0
Goebel - Tiemann 1:0
Die restlichen Paarungen können auf der Seite Saison 2013/14 nachgelesen werden. Sie müssen bis Ende Oktober gespielt sein. gue

11.10.13

Schachpolitik - Kasparov fordert Iljumschinov

Bei der Wahl des Fide-Präsidenten treten 2014 der amtierende Präsident Kirsan Iljumschinov und der frühere Weltmeister Garri Kasparov gegeneinander an. Die beiden sind keine Freunde.
Iljumschinov führt die Fide seit 1995. In diesen 18 Jahren hat er viel für das Schach getan, auch aus eigener Tasche. Obzwar Teile seiner Politik umstritten sind und oft kritisiert wurden, so ist er doch bei den Funktionären der Schachszene gut vernetzt.
Über Kasparov braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Seine schachlichen Leistungen sind bekannt, aber auch seine Streitbarkeit, die sich auf die verschiedensten politischen Gebiete erstreckt. Vielleicht aber kann er trotzdem mehr Anhänger um sich scharen als weiland Anatoli Karpov, der 2010 gegen Iljumschinov unterlag.
rit

10.10.13

VI. Chess Masters Final in Bilbao

Parallel zu den Turnieren in Russland und Rumänien findet derzeit auch das Masters Final im spanisch/baskischen Bilbao statt. Dazu eingeladen werden Spieler, die im letzten Jahr besonders erfolgreich waren.
Guggenheim-Museum
Es läuft in der sechsten Folge vom 7. bis 12. Oktober, diesmal als kleines Kammerturnier mit nur vier Teilnehmern, da Anand und Carlsen wegen ihrer WM-Vorbereitungen die Einladung verständlicherweise nicht wahrgenommen haben. Am Start sind:
  Aronian          Arm  2795
  Mamedyarov       Aze  2759
  Adams            Eng  2753
  Vachier-Lagrave  Fra  2742
Gespielt wird doppelrundig jeder gegen jeden. Es gilt (wie beim Fußball) die 3-Punktewertung.
Liveübertragungen (17 Uhr) gibt es hier und weitere Infos hier auf der Turnierseite.
rit

9.10.13

TL-Info: Start Vereinsmeisterschaft

Am Freitag den  11.10. startet die Vereinsmeisterschaft 2013/14. Selbstverständlich sind Gäste sehr willkommen. Weitere Informationen befinden sich auf der Seite Aktuelles. gue

Termine der Schach-Bundesliga 2013/2014

An diesem Wochenende geht es in der Bundesliga wieder los. Die Termine:
Im Jahr 2013:    12/13. Oktober,  23/24. November,  14/15. Dezember, 
Im Jahr 2014:    08/09. Februar,  22/23. Februar,  15/16. März,  04/05/06. April.
Wer in unseren Breiten Bundesligaluft schnuppern möchte, kann das im Dezember in Griesheim oder Ende Februar und im März in Viernheim.
rit

8.10.13

7. Kings-Turnier in Rumänien

Mit dem Kings Tournament in der rumänischen Hauptstadt Bukarest ist ein weiteres Traditionsturnier angelaufen.
Waren es früher sechs und im Vorjahr nur vier, so sind diesmal fünf Kombattanden am Start, die vom 7. bis zum 16. Oktober doppelrundig gegeneinander antreten.
Wenn auch die Starbesetzungen aus der Zeit in Bazna/Medias (2008 bis 2ß11) nicht mehr ganz erreicht werden, so bringt man doch mit Caruana, Ponomariov, Wang Hao, Radjabov und Nisipeanu einen Elo-Schnitt von 2722 auf die Waage.
Liveübertragungen (14.30) gibt es hier. Die Turnierseite ist hier.
rit

7.10.13

Thomas Leiter ist Bezirksmeister 2013

30 Teilnehmer (alle männlich) aus 10 Vereinen, von denen die stärksten 10 einen Dwz-Schnitt von 1889 aufwiesen, hatten sich in Epperthausen zur Bezirks-Einzel-Meisterschaft zusammengefunden.
Dabei holte sich der Breuberger Spitzenspieler Thomas Leiter zum sechsten Mal seit 2007 in einem lupenreinen Durchmarsch den Titel. Er gewann ganz souverän mit makellosen 6 Punkten aus 6 Partien vor Peter Nies (Gernsheim), Sebastian Gramlich (Schachforum) und Tom Cook (Langen), die jeweils auf 4,5 Punkte kamen.
Weitere Infos und die komplette Tabelle gibt es hier.
rit

Russian Super Final in Nischni Nowgorod

Die alte Stadt Nischni Nowgorod (gegründet 1221) liegt gut 400 km östlich von Moskau und hat heute 1,3 Mio Einwohner. Mit ihrem Kreml aus dem 16. Jahrhundert galt sie damals als die mächtigste Festung Russlands und als wichtiges Bollwerk gegen die Einfälle der Tataren.
Derzeit, vom 5. bis 14. Oktober, ist sie Gastgeberin eines bedeutenden Schachtuniers, das sich Russisches Superfinale nennt. Es gibt einen Männer- und einen Frauen-Wettbewerb mit jeweils 10 ausgesuchten Teilnehmern.
Bei den Männern sind u.a. Kramnik, Karjakin, Svidler und Vitiugov am Start und bei den Frauen Kosintseva, Gunina, Kosteniuk und Pogonina.
Liveübertragungen (13.30) und weitere Infos gibt es hier.
rit

5.10.13

Geteilter Sieg beim Grand Prix in Paris

In der letzten Folge der 6-teiligen Grand Prix Serie teilen sich in Paris der für Italien startende Fabiano Caruana und der in Israel lebende Boris Gelfand mit jeweils 7,0 Punkten aus 11 Runden den Sieg, das Preisgeld und die GP-Punkte.
Trotz aller Freude über das gute Ergebnis hat Caruana sein Hauptziel jedoch nicht erreicht. Er hätte alleiniger Erster werden müssen, um über den GP ins Kandidatenturnier 2014 einzuziehen. Die beiden Kandidatenplätze gehen somit an Veselin Topalov  und Shakryar Mamedyarov, die beide schon vor Paris ihre vier GP-Runden beendet hatten.
Die vorderen Plätze in Paris:
  1 Caruana    Ita   7,0
  1 Gelfand    Isr   7,0
  3 Nakamura   Usa   6,5
  3 Bacrot     Fra   6,5
Die komplette Tabelle von Paris sowie alle Einzelergebnisse und Partien findet man hier.

Die Endwertung der gesamten GP-Serie, an der 18 Qualifizierte und 5 Ersatzleute teilgenommen haben, zeigt ein Trio an der Spitze:
  1 Topalov, Veselin  Bul   410
  2 Mamedyarov, Shak  Aze   390
  3 Caruana, Fabiano  Ita   380
Der Rest folgt mit respektvollem Abstand, angeführt von Gelfand (325), Grischuk (315) und Nakamura (300).
Detaillierte Informationen zur gesamten Grand Prix Serie gibt es hier bei Wikipedia.
rit

3.10.13

Schachromantik - ein krachendes Remis

Um das Jahr 1870 lieferten sich die Wiener Schachmeister Carl Hamppe (Pate der Wiener Partie) und Philipp Meitner (Vater der Kernphysikerin Lise M.) den folgenden Schlagabtausch, der als die Unsterbliche Remispartie in die Schachliteratur eingegangen ist.
Nach den Eröffnungszügen
1.e4 e5   2.Sc3 Lc5   3.Sa4  (Diagramm)
legte Schwarz im Opferstil der damaligen Zeit mit
3. .. Lxf2+
gleich richtig los. Es war der Beginn einer sehenswerten Königswanderung bis tief ins feindliche Lager:
(Fortsetzung hinter dem Break)