19.01.19

Zwischenstand in Wijk aan Zee

Zur Halbzeit nach 7 von 13 Runden ist beim Tata Steel Masters das Gedränge noch groß. Nepomniachtchi, Ding, Giri, Carlsen und Anand  liegen mit 4,5 Punkten an der Spitze gleichauf. Man kann sich also schon mal gedanklich mit einem Tiebreak beschäftigen. Von den bisher 49 Partien wurden 16 entschieden, 33 gingen remis aus, eine normale Quote.
Beim Challengers liegen Kovalev und Chigaev mit je 5,0 Punkten vorn. Die Deutschen Keymer und Paehtz führen das hintere Tabellendrittel an.
Mehr gibt es hier auf der Turnierseite.
rit

16.01.19

Die Grand Chess Tour stockt auf

Nach dem vorläufigen Planungsstand wird die Grand Chess Tour (GCT) 2019 von bisher fünf auf mindestens sechs Turniere erweitert: 2x Klassisch und 4x Schnell. Das Schnellturnier in St Louis entfällt, dafür kommen zwei neue in Indien und in Afrika dazu.

Verhandlungen laufen noch über ein Classic-Turnier in Kroatien und lockere Gespräche gibt es mit weiteren Interessenten. Auch über eine Erhöhung der Teilnehmerzahl von zehn auf zwölf wird nachgedacht. Der Preisfonds soll um 40% auf 1,5 Mio Dollar steigen.

Mehr und vielleicht Endgültiges wird man in den nächsten Wochen erfahren.
rit

13.01.19

Tata Steel 2019 - Das Feld

Ding, Mamedya, Carlsen, Radjabov, Kramnik, Nepomni, Shankland, Fedoseev / Duda, Anand, Rapport, Giri, Foreest, Vidit.

12.01.19

Tata Steel Chess: Spieler, Daten, Links

Heute um 13.30 beginnen beim Tata Steel Masters in Wijk aan Zee die Kampfhandlungen.
Am Start sind:
Carlsen    Mamedyarov    Ding    Giri    Kramnik    Anand    Nepomniachtchi    
Radjabov    Duda     Rapport    Shankland    Fedoseev    Vidit    van Foreest        
Sonstige Daten:
Modus:  Rundenturnier J-J (13 Rd).
Spielorte:  11 Rd in Wijk aan Zee, 1 Rd in Alkmaar, 1 Rd in Leiden.
Spieltage:  Januar 12-16,  18-20,  22-23,  25-27,   meist um 13.30 Uhr.
Bedenkzeit:  100min/40Z+50min/20Z+15min/Rest+30sec/Z ab Start.
Der Preisfonds (25T€) ist bescheiden, vermutlich gibt es hohe Antrittsgelder.
Links:
Die Turnierseite ist hier. Live-Übertragungen gibt es hier und hier.
Einen umfassenden Beitrag zur Geschichte des Turniers gibt es hier bei Wikipedia.
rit

10.01.19

Das Tata Steel 2019

Die Veranstaltung wurde 1938 begründet und von dem holländischen Stahlkonzern Hoogovens/Corus gesponsert. 2010 übernahm der Inder Tata die Fabriken und gab dem Turnier den Namen Tata Steel Chess. Es zählt zu den bedeutendsten Schachveranstaltungen der Welt.

In den nächsten Tagen beginnt die 80. Auflage (1945 ausgefallen). Sie läuft vom 12. bis 27. Januar. Gespielt wird traditionell in Wijk aan Zee und diesmal je eine Runde in Alkmaar und in Leiden.

Aushängeschild ist das Masters mit 14 namhaften Großmeistern, darunter 6 aus den Top-10 der Weltrangliste mit WM Carlsen an der Spitze. Der Elo-Schnitt von 2753 ergibt die Kategorie 21, die Top-6 kommen auf 2800. Rekordhalter ist Carlsen mit sechs Siegen vor Anand mit fünf. Mit vier Siegen folgen Aronian, Euwe, Kortchnoi und Portisch.

Auch die 14-köpfige Challenger-Gruppe mit einem Elo-Schnitt von über 2582 (Kat 14) kann sich sehen lassen. Aus Deutschland sind Vincent Keymer und Elisabeth Paehtz dabei.
Daneben gibt es noch drei Amateurturniere (9-Runden, Weekend, Weekday), zu denen sich jeweils hunderte von Teilnehmern zusammenfinden.

Die Turnierseite ist hier. (Weitere Infos folgen).
rit

08.01.19

Schach um die Jahreswende

Nach Weihnachten und in den ersten Januartagen gibt es immer einige traditionelle Veranstaltungen, von denen wir hier eine kleine Auswahl bringen.

Beim 42. Weihnachts-Open in Zürich (98Tn-7Rd) lagen fünf Mann mit 5,5 punktgleich an der Spitze. Der 18-jährige Haik Martirosian (Arm) holte sich nach Feinwertung den Titel. Die Deutschen Svane und Wagner waren mit dem Sieger gleichauf. Die Tabelle ist hier.

Den 48. Rilton-Cup in Stockholm (160Tn-9Rd) gewann der favorisierte Israeli Namir Tabaty mit 8,0 vor drei Mann mit 7,0 Punkten. Unter einer Reihe von deutschen Teilnehmern schnitten Donchenko und Zumsande mit je 6,0 am besten ab.. Die Tabelle ist hier.

Beim altehrwürdigen 94. Kongress in Hastings (87Tn-9Rd) waren am Ende sechs Mann mit je 7,0 punktgleich, von denen Oleg Korneev (Esp) die beste Wertung hatte. Ein paar Deutsche waren auch dabei. Die Tabelle ist hier.

Zum 31. Staufer Open in Schwäbisch Gmünd hatten sich 490 Spieler eingefunden. Das A-Turnier (250Tn-9Rd) gewann der junge für Hofheim spielende Jan-Christian Schröder mit 7,5 vor vier Mann mit 7,0 Punkten. Die Turnierseite ist hier.

Das 21. Schachfestival in Basel (38Tn-9Rd) gewann der Inder Crg Krishna mit 6,0 vor dem Deutschen Perske mit 5,5 Punkten. Die Tabelle ist hier.
rit

06.01.19

Rückblick - Große Turniere des Jahres 2018

Eine Liste der ganz großen internationalen Turniere des vergangenen Jahres gibt es im Anhang (siehe...weiter...).
rit

03.01.19

Die Elo-Weltrangliste Januar

Top-10 der Männer: Ausgewertet wurde nur das London Chess Classic (GCT). Der Kreis ist unverändert.
    1 Carlsen     2835   0         6 Vachier     2780  -1
    2 Caruana     2828  -4         7 Kramnik     2777   0
    3 Mamedyarov  2817   0         8 Anand       2773   0  
    4 Ding        2813   0         9 Grischuk    2771   0
    5 Giri        2783   0        10 Aronian     2767  +2
Top-4 der Frauen: Der Kreis und die Werte sind unverändert.
    1 Hou Yifan   2662   0         3 Muzychuk A  2569   0
    2 Ju Wenjun   2575   0         4 Lagno       2560   0
Die besten Deutschen sind Nisipeanu (M-64) und Paehtz (F-15).
Im Schnellschach führen Carlsen (Rapid+Blitz) sowie Ju Wenjun (Rapid) und HouYifan (Blitz). 
Die Top-100-Listen gibt es hier (M) und hier (F).

Rückblick: In den letzten 5 Jahresend-Listen waren Carlsen, Kramnik, Caruana und Aronian bei den Top-10 der Männer immer dabei. Bei den Top-4 der Frauen war es nur Hou Yifan.
Blickt man 10 Jahre zurück, dann findet man nur Carlsen, Kramnik und Hou Yifan in allen Listen. Seit 10 Jahren hält Carlsen auch die Spitzenposition.
rit

01.01.19

○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ Mit Schwung ins Neue Jahr ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○

Wir wünschen unseren Lesern  
     Gesundheit, Glück und alles Gute im Neuen Jahr!

30.12.18

Carlsen und Lagno sind Blitz-Weltmeister

Bei den Blitz-Weltmeisterschaften in St Petersburg sind die Entscheidungen gefallen.

Bei den Männern (Open 201 Tn) konnte der Classic-WM Magnus Carlsen seinen Vorjahreserfolg im Blitzen wiederholen, wenn auch nur ganz knapp vor dem jungen Polen Duda. Sein Ziel der dreifachen Meisterschaft erreichte er wegen seines Rapid-Ergebnisses allerdings nicht.
Der Endstand an der Spitze nach 21 Runden:
  1 Carlsen         Nor   17,0
  2 Duda            Pol   16,5
  3 Nakamura        Usa   14,5
  4 Aronian         Arm   14,0
  5 Svidler         Rus   14,0
  6 Nepomniachtchi  Rus   14,0
  7 Karjakin        Rus   14,0
  8-16  9 Mann      mit   13,5
Als bester Deutscher dürfte Daniel Fridman mit 12,0 Punkten (39-58) durchaus zufrieden sein.

Bei den Frauen (125 Tn) holte sich Kateryna Lagno aus Russland den Titel vor der bereits beim Rapid überraschend gut aufspielenden jungen Iranerin mit dem langen Namen.
Der Endstand an der Spitze nach 17 Runden:
  1 Lagno           Rus   13,5
  2 Khademalsharieh Iri   13,0
  3 Lei Tingjie     Chn   12,5
  4 Gunina          Rus   12,0
  5-7  3 Damen      mit   11,5
Unsere Elisabeth Paehtz konnte mit 11,0 Punkten (8-15) einen beachtlichen Erfolg verbuchen.

Die kompletten Tabellen und Statistiken gibt es hier.
rit

28.12.18

Dubov und Ju Wejun sind Rapid-Weltmeister

Bei den Rapid-Weltmeisterschaften in St Petersburg sind die Entscheidungen gefallen.

Bei den Männern (Open 178 Tn) siegte etwas überraschend der Russe Daniil Dubov, der mit seinem Startrang 25 die gesamte Prominenz hinter sich ließ. Favorit Carlsen, der angetreten war, um seiner Classic-Krone auch den Rapid-Titel hinzuzufügen, konnte nach miserablem Start zwar mächtig aufholen, aber es reichte am Ende nur für die Gruppe 2-5.
Der Endstand an der Spitze nach 15 Runden:
  1 Dubov       Rus   11.0
  2 Mamedyarov  Aze   10,5
  3 Nakamura    Usa   10,5
  4 Artemiev    Rus   10,5
  5 Carlsen     Nor   10,5
  6-17 12 Mann  mit   10,0
Als bester der fünf Deutschen schnitt Daniel Fridman mit 9,5 Punkten (17-27) recht gut ab.

Bei den Frauen (124 Tn) konnte Ju Wenjun ihrer Rolle als Classic-WM gerecht werden und sich überzeugend auch den Rapid Titel holen. Der Endstand an der Spitze nach 12 Runden:
  1 Ju Wenjun       Chn   10,0
  2 Khademalsharieh Iri    9,0
  3 Goriachkina     Rus    9,0
  4-9  6 Damen      mit    8,5
Die deutschen Teilnehmerinen Paehtz und Michna blieben mit 7,5 und 6,5 Punkten im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Die kompletten Tabellen und Statistiken gibt es hier.
rit

27.12.18

Hübsch und sehenswert
Oltschewski - Tschernik 1979

Weiß am Zug gewinnt forciert
Weiß hat die Qualität weniger, aber sein Freibauer ist stark und der Springer steht auch nicht schlecht. Kann er das nutzen?
Er wittert ein altes Motiv. Wie war das denn noch gleich?
rit 
Zur Lösung ...weiter...

24.12.18

○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ Frohe Weihnachten ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○

Wir wünschen allen Lesern Schöne Feiertage
und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

22.12.18

Rapid+Blitz-WM mit Saudi-Dollars in St Petersburg

Letztes Jahr in Riad waren es noch 2 Millionen, diesmal ist es 1 Mio Us-Dollar. Trotzdem noch ein stolzer Preisfonds für ein Schnellturnier. So viel lassen sich die Scheichs die King Salman Rapid- und Blitz-Weltmeisterschaften kosten, die diesmal im russischen St Petersburg ausgetragen werden.

In jeder der beiden Disziplinen werden 350 T$ bei den Männern und 150 T$ bei den Frauen verteilt. Die Ersten erhalten 60 (M) und 40 (F). Mit einem Doppelsieg lassen sich in 5 Tagen 120 (80) T$ verdienen. Bei derartigen Summen ist der Zulauf natürlich groß. Allerdings müssen die Interessenten mindesten 2500 (M) und 2200 (F) an Elo-Werten mitbringen.

Insgesamt sind rund 250 Teilnehmer gemeldet. Bei den Männern sind aus den Top-Ten Carlsen, Mamedyarov, Giri, Anand und Aronian dabei. Die Frauenspitze ist mit Ju Wenjun, A Muzychuk und Lagno vertreten. Aus Deutschland kommen drei Männer und eine Frau.
Titelverteidiger sind Anand (R) und Carlsen (B) sowie Ju Wenjun (R) und Dzagnidze (B).

Gespielt wird vom 26. bis 30. Dezember. Zunächst gibt es 15 Runden Rapid (15+10) an drei Tagen und dann 21 Runden Blitz (3+2) an zwei Tagen.
Die Turnierseite ist hier. Übertragungen gibt es hier und hier jeweils um 13 Uhr.
rit