Chronik

Chronik Schachclub Ober-Ramstadt
(Stand 1.12.18)

Am 1. Februar 1951 fanden sich im Saalbau Suppes 21 Interessenten zusammen und gründeten den Schachclub Ober-Ramstadt. Besonders engagiert darunter waren Karl Lerch, Rudolf Kobylak, Walter Rosenkranz, Fritz Stöckel und Carlo Dorn, die in den Anfangsjahren auch die Vorstandsarbeit leisteten.

In dieser Zeit hatte die Geselligkeit in den Vereinen noch einen hohen Stellenwert und auch der Schachclub entwickelte sich zu einer angesehenen gesellschaftlichen Institution. Es wurden Bunte Abende, Bälle und Ausflugsfahrten organisiert, die großen Anklang fanden. Auch die feuchtfröhlichen Vatertagswanderungen sollen hier Erwähnung finden.

1952 wurde mit einer intensiven Werbeaktion die Mitgliederzahl verdoppelt. Im gleichen Jahr stiftete Otto Schröbel einen edlen Wanderpokal für Mannschafts-Blitz-Turniere, die dann als offizielle Starkenburger Blitz-Meisterschaften 38 Jahre lang ununterbrochen in Ober-Ramstadt ausgetragen wurden. An diese Tradition anknüpfend übernahm der Club 2003 auch die Einzel-Meisterschaften des Bezirks Starkenburg, die er achtmal in Folge mit großer Beteiligung durchführte.

1960 fühlte man sich stark genug, die Hessen-Meisterschaften und den Hessischen Schachkongress in Ober-Ramstadt auszutragen. Es wurde ein voller Erfolg, der dem Club weitere Freunde und gute Spieler zuführte.

1953 hatte der junge Club den damals einzigen lebenden deutschen Großmeister Fritz Sämisch zu einer Simultanveranstaltung zu Gast. 1976 beim 25-jährigen Vereinsjubiläum trat der urige Finne Heikki Westerinen zum Simultan an und 1991 beim 40-jährigen unterhielt Vlastimil Hort die Schachfreunde mit gekonntem Simultanspiel und anekdotischen Leckerbissen. Das 50-jährige Jubiläum wurde 2001 unter großer Beteiligung akademisch und kulinarisch mit vielen Ehrungen gefeiert.

Sportlich nimmt der Verein seit seiner Gründung mit zwei Mannschaften an den jährlichen Meisterschaften auf Verbandsebene teil. Die 1.Mannschaft spielt dabei meist in der höchsten regionalen Klasse, der heutigen Starkenburgliga. 
Von den vielen Spielern, die im Laufe der Jahre eingesetzt waren, sind als besondere Leistungsträger zu nennen: Karl Lerch, Heinz Gierl, Roman Rössler, Heinz Keutz, Philipp Axt, Rudolf Kobylak, Georg Ritscher, Werner Hahn, Horst Breitwieser, Peter Breitwieser, Karlheinz Gürtler, Rene Hartmann, Walter Berndt.

Die Jugendarbeit ist immer vom Vorhandensein geeigneter Tutoren abhängig. Dies war lange Zeit die Domäne von Lehrer Hans Günther. Später gab es eine zweite Periode mit Werner Hahn und danach engagierten sich besonders der leider zu früh verstorbene Peter Breitwieser und Edgar Fornoff.

Heute zählt der Verein rund 60 Mitglieder, von denen mehr als die Hälfte schon 25 Jahre und länger dabei ist. Bei Turnieren und Mannschaftskämpfen aktiv sind rund 20 Schachfreunde.

Eine Mitgliedschaft von 50 Jahren und mehr haben bisher erreicht (geordnet nach Eintrittsjahr):
1952: Georg Ritscher.  1953: Werner Hahn. 
1956: Horst Breitwieser und Hermann Hahn.  
1958: Hermann Jaksch. 1959: Klaus Hansel.  1960: Edgar Fornoff.

Dazu gehören auch die verstorbenen Schachfreunde Carlo Dorn (68 Jahre), Julius Wagner (63 Jahre), Karl Rode und Josef Hanatschek (je 60 Jahre) und Ernst Bauerfeind (50 Jahre).

Durch langjährige Vorstandsarbeit haben sich verdient gemacht (Jahre):
Klaus Hansel (44),  Hermann Jaksch (36),  Georg Ritscher (33), 

Rene Hartmann (21),  Hans Günther (20),  Rudolf Kobylak (18), 
Karl Lerch (17),  Werner Hahn (16),  Armin Hoffmann (15), 
Horst Breitwieser (14),  Peter Breitwieser (13),  Carlo Dorn (11).

Als Vorstands-Vorsitzende fungierten bisher:
Georg Ritscher (31 Jahre),  Werner Hahn (14 Jahre),  Rudolf Kobylak (11 Jahre)
sowie Fritz Stöckel, Hans Günther, Klaus Hansel, Knut Goebel, Mario von Nordheim.

45 Jahre lang spielte sich das Ober-Ramstädter Schachleben im Saalbau Suppes ab, wo Karl und Anna Suppes und später deren Sohn Alexander dem Verein eine gemütliche Heimat gaben. Seit 1996 ist der Remisensaal der Stadthalle Ober-Ramstadt unser Domizil; dort treffen wir uns traditionsgemäß jeden Freitag ab 19:30 Uhr zum Trainieren, Spielen und geselligen Beisammensein.
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1960 Hessischer Schachkongress:
Stehend: Heinz Götz, Frau Götz, Carlo Dorn, Frau Dorn.
Sitzend: Heinz Gierl, Frau Daudel, Günther Daudel, Werner Hahn, Frau Hahn, Hermann Hahn, Georg Ritscher.
1965 Eine Blitzmeisterschaft:
Breitwieser, Litzkendorf, Ritscher, Lerch, Hahn, Daudel.
1971 Eine Meisterschaftsfeier:
Daudel, Hansel, Hahn, Riege, Ritscher, SF?, Keller, Lerch, Breitwieser,
Vereinswirt Suppes, Hanatschek, Litzkendorf, Kressin.
1975 Vatertagsausflug:
Breitwieser, Ritscher, Jaksch,Schwinn, Daudel, Hansel, Zimmermann.
(Hund Whisky).
1985 beim Festzug der 675-Jahr Feier der Stadt Ober-Ramstadt.
1993 Aufstieg in die UV-Klasse:
Zimmermann, P.Breitwieser, Seib, Ritscher, Hoffmann, Hartmann, H.Breitwieser, Riemann.
1999 Lichtenberg-Schule:
Ganz oben: Peter Breitwieser, Gerlach (Lehrer), Georg Ritscher.
Oben: Niels Starke (4.v.l.), David Briemann (1.v.r.).
2001
Hauptversammlung zum 50-jährigen Vereinsjubiläum
Das gleiche in Farbe
"Doppelte Aufstiegsfeier" 14.06.2013, nachdem in der Saison 2012/13 beiden Mannschaften der Aufstieg gelang
"Doppelte Aufstiegsfeier" 14.06.2013, nachdem beiden Mannschaften der Aufstieg in die Starkenburgliga bzw Kreisklasse B gelungen war. Im Bild von links nach rechts:
Gürtler, Hartmann, Jordan, Berndt, Dankesreiter, Genius, Ritscher, Briemann, Tiemann, Goebel,
Schumm, Breitwieser, Pernat, Hahn W, Fornoff, Hahn H, Suppes, Jaksch, Gepperth, Pleinert.


 2015: Georg Ritscher im Darmstädter Echo
Er hat im 80. Lebensjahr und nach 31 Jahren als Vereinsvorsitzender den Staffelstab an die nächste Generation weitergegeben. 
 

Chronik -Teil2 Die Jahre 2000 bis 2025

Geschrieben von K. Gürtler am 27.3.2026 

In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts  wurde der Verein durch den 1. Vorsitzenden Georg Ritscher geprägt. Peter Breitwieser unterstützte als Jugendwart, Klaus Hansel betreute die Finanzen und mehrere Sfr. übernahmen in wechselnder Reihenfolge  Mannschaftsführung, Turnierleitung etc. Der Verein  hatte 2 oder 3 Mannschaften wobei die erste Mannschaft überwiegend in der Starkenburgliga spielte. Am Spielabend nahmen regelmässig mehr als 10 Spieler teil.  Einige Jahre wurden die Einzelmeisterschften des Bezirkes in der Stadthalle OR ausgetragen. Nach dem tragischen Unfalltod des Jugendleiters Peter Breitwieser kam die Jugendarbeit zum Erliegen und es begannen schwierige Zeiten für den Verein. Dies wurde nicht einfacher als sowohl Klaus Hansel als auch Georg Ritscher altersbedingt Nachfolger suchten. Schliesslich wurde in Knut Goebel ein neuer Vorsitzender gefunden, P. Schumm übernahm das Amt des Kassierers und E. Fornoff kümmerte sich um die Jugend. Herbert Schneider-Obermann sollte  für Öffentlichkeitsarbeit/Presse zuständig sein.  Leider verstarb Herbert wenige Tage nach seiner Wahl völlig überraschend.  Während der Amtszeit von K. Goebel entstand der Internetauftritt des Vereins. An den Meisterschaften konnte man immer noch mit 2 oder 3 Mannschaften teilnehmen und einige Spieler beteiligten sich auch an offenen Turnieren wie z.B. der DSAM. Dennoch waren bereits hier deutliche Zeichen des Niedergangs erkennbar. Die  Ursachen des Niedergangs waren vermutlich vielfältig. Zu nennen sind  die Konkurrenz durch Onlineschach, altersbedingtes Ausscheiden von Mitgliedern und vermutlich weitere unbekannte Gründe. Nach dem beruflich bedingten Auscheiden von K. Goebel aus dem Verein war nur Mario v. Nordheim bereit eine 3- jährige Amtszeit zu übernehmen. Er musste den Verein während der Coronapandemie betreuen. Bei Pandemieende war das Interese am Spielabend fast bei Null - es konnte keine Mannschaft mehr gemeldet werden. Man diskutierte offen und berechtigterweise die Vereinsauflösung als Option. In einer denkwürdigen Hauptversanmmlung übernahm K. Gürtler den Vorsitz- nach kontroverser Diskussion erstmals nur für eine einjährige Amtsperiode gewählt. Nach einigen Rücktritten/Turbulenzen innerhalb des Vorstandes  übernahm er auch das Amt des Kassierers und weitere Ämter in Pesonalunion. Georg Ritscher engagierte sich erneut als Turnierleiter, Mannschaftsführer und auch als Berater. Ohne seine Unterstützung wäre der Verein in dieser Zeit vermutlich doch noch aufgelöst worden. Glücklicherweise erwachte das Interesse am Schach und nach zahlreichen Neueintritten kann der Verein im Jahr seines 75- jährigen Bestehens   wieder recht optimistisch in die Zukunft blicken.

Wichtige Ereignisse der Vereinsgeschicht in der Nachcoronazeit sind:

1. Wahl eines Notvorstandes 

2. Erstellung einer modernen Vereinssatzung und erstmalige Registrierung des Vereins beim Amtsgericht

3. Organisation des 1. GRS -Open und Stiftungsgründung durch Georg Ritscher

4. Tod des langjährigen Vorsitzenden Georg Ritscher

5. Organisation der hessichen Einzelmeisterschaften 2026 aus Anlaß des 75-jährigen Vereinsbestehens 

 

 
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