Dienstag, 23. Januar 2018

Das Gibraltar Open 2018

Heute beginnt in der Süd-West-Ecke Europas das Gibraltar Open. Die Beliebtheit des Turniers steigt von Jahr zu Jahr. Die linden Lüfte am Mittelmeer und die Finanzen des ortsansässigen Versicherers Tradewise sind attraktive Anreize.
Unter den rund 250 Spielern des Masters finden sich 36 mit Elo >2600, darunter 12 Super-GM. Daneben sind sechs Top-10-Frauen am Start. Aushängeschilder sind Aronian, Vachier und Nakamura sowie Ju Wenjun und Muzychuk. Auch zahlreiche Deutsche sind dabei.
Gespielt werden 10 Runden ch-sys mit normaler Bedenkzeit vom 23. Januar - 1. Februar ab 15 Uhr.
Die Turnierseite ist hier. Übertragungen gibt es hier und hier.
rit


Aktuell:   13:30   Tata Steel   hier + hier.  

Sonntag, 21. Januar 2018

Zwischenstand beim Tata Steel

Beim Masters liegen am zweiten Ruhetag (nach 8 von 13 Rd) drei Mann mit 5,5 Punkten an der Spitze. Es sind Giri, Carlsen und Mamedyarov, gefolgt von Kramnik und So mit 5,0 Punkten.
Beim Challengers führen Korobov und Vidit mit 6,0 Punkten und deutlichem Vorsprung.
Mehr dazu gibt es hier auf der Turnierseite.
rit

Samstag, 20. Januar 2018

Die Teilnehmer für Berlin

Für das Kandidatenturnier vom 10. bis 28. März in Berlin stehen mittlerweile alle acht Berechtigten fest. Nach den Regeln des Weltschachverbandes kommen zwei aus der Weltrangliste, zwei aus dem World Cup sowie zwei aus dem Grand Prix. Sie werden ergänzt durch den unterlegenen letzten WM-Finalisten und durch eine Wildcard der Fide.
Qualifiziert sind                            über
   Caruana      Usa 2811    Weltrangliste
   Mamedyarov   Aze 2804    Grand Pix
   Aronian      Arm 2797    World Cup
   Wesley So    Usa 2792    Weltrangliste
   Kramnik      Rus 2787    Wildcard
   Ding Liren   Chn 2769    World Cup
   Grischuk     Rus 2767    Grand Prix
   Karjakin     Rus 2753    Finalist 
Die Teilnehmer liegen elo-mäßig eng beieinander. Mit einem Schnitt von 2785 entspricht die Turnierstärke der Kategorie 22.
Der Sieger erwirbt das Herausforderungsrecht für die Weltmeisterschaft im November 2018 gegen den Amtsinhaber Magnus Carlsen.
rit

Mittwoch, 17. Januar 2018

Zwischenstand beim Tata Steel

Am ersten Ruhetag und nach 5 von 13 Runden liegen beim Masters drei Mann mit 3,5 punktgleich in Front. Es sind Anand, Giri und Mamedyarov. Den Schluss bildet HouYifan, die einzige Frau.
Beim Challengers führt Korobov mit 4,5 vor Vidit mit 4,0. Der Rest liegt eng beieinander.
Mehr dazu gibt es hier auf der Turnierseite.
rit

Sonntag, 14. Januar 2018

Ober-Ramstadt unterliegt Weiterstadt zweimal knapp

Am heutigen fünften Spieltag hatten die beiden Ober-Ramstädter Mannschaften die erste und dritte Mannschaft des Schachclubs Weiterstadt zu Gast.
Ein kurzfristiger Krankheitsfall am Morgen sorgte dafür, dass ein Spieler aus der zweiten in die erste Mannschaft aufrücken musste. Das kostete die zweite Mannschaft einen Punktgewinn. Die fünf gespielten Partien endeten 2,5:2,5. Der Verlustpunkt am leer gebliebenen Brett ergab die knappe 2,5:3,5 Niederlage. Die beiden Siegpunkte fuhren Pablo und Santiago del Rio ein, die schon die ganze Saison stark spielen. Das Remis steuerte Peter Schumm mit Routine bei. Niederlagen gab es für Edgar Fornoff und Marek Dähn. Ober-Ramstadt II bleibt damit in der unteren Tabellenhälfte der Kreisklasse C.
Für die erste Mannschaft war es ein wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt, denn Weiterstadt reiste als umittelbarer Tabellennachbar in der Starkenburgliga an. Der Mannschaftskampf verlief äußerst wechselvoll mit mehreren engen Partien. Weiterstadt hatte erneut das bessere Ende für sich. Ober-Ramstadt I unterlag mit 3,5:4,5. Die einzige Siegpartie, mit dem Glück des Tüchtigen, gelang Rolf Tiemann. Es gab fünf Remispartien durch Karlheinz Gürtler, Rene Hartmann, Knut Goebel, Walter Berndt und Hermann Jaksch. Dabei spielte Karlheinz Gürtler eine gute Partie, drückte auf einen Sieg und musste doch in der Schlußstellung mit Springer und Bauer gegen zwei Bauern in ein nicht mehr gewinnbares Unenschieden einwilligen. Niederlagen gab es für Andreas Fuchs und Mario von Nordheim. Ober-Ramstadt I bleibt damit Vorletzter der Starkenburgliga und wird sich voraussichtlich mit Groß-Umstadt bis zum Saisonende einen Zweikampf um den Klassenerhalt liefern.
kg

Den Ligakommentar zum fünften Spieltag gibt es hier.

Samstag, 13. Januar 2018

Das Tata Steel - Spieler - Daten - Links

Heute um 13.30 beginnen beim Tata Steel Masters in Wijk aan Zee die Kampfhandlungen.
Am Start sind:
Carlsen     Caruana     Mamedyarov     So     Kramnik     Svidler     Anand
Karjakin     Giri     Wei Yi     Matlakov     HouYifan     Adhiban     Jones. 
Sonstige Daten:
Modus:  Rundenturnier J-J (13 Rd).
Spielorte:  11 Rd in Wijk aan Zee, 1 Rd in Hilversum, 1 Rd in Groningen.
Spieltage:  Januar 13-17,  19-21,  23-24,  26-28,   meist um 13.30 Uhr.
Bedenkzeit:  100min/40Z+50min/20Z+15min/Rest+30sec/Z ab Start.
Der Preisfonds (25T€) ist bescheiden, vermutlich gibt es hohe Antrittsgelder.
Links:
Die Turnierseite ist hier. Live-Übertragungen gibt es hier und hier. Einen umfassenden Beitrag zur Geschichte des Turniers gibt es hier bei Wikipedia.
rit

Freitag, 12. Januar 2018

Vorschau zum 5. Spieltag

Am Sonntag (14.01.) haben wir in der 5. Runde der Mannschaftskämpfe folgende Gegner:  
   Starkenburgliga:   O-Ra 1 (1644) - Weiterstadt 1 (1754)   
   Kreisklasse C:     O-Ra 2 (1136) - Weiterstadt 3 (1151) 
Unsere Mannschaften haben Heimspiele. Beginn 9 Uhr im Remisensaal der Stadthalle.
rit

Donnerstag, 11. Januar 2018

Das Tata Steel 2018 in Wijk aan Zee

Die Veranstaltung wurde 1938 begründet und von dem holländischen Stahlkonzern Hoogovens/Corus gesponsert. 2010 übernahm der Inder Tata die Fabriken und gab dem Turnier den Namen Tata Steel Chess. Es zählt zu den bedeutendsten der Welt.
In den nächsten Tagen beginnt die 79. Auflage in 80 Jahren. Sie läuft vom 13. bis 28. Januar. Gespielt wird traditionell in Wijk aan Zee und diesmal je eine Runde in Hilversum und Groningen.
Aushängeschild ist das Masters mit 14 namhaften Großmeistern, darunter die Top-3 der Weltrangliste mit WM Carlsen an der Spitze. Der Elo-Schnitt von 2750 ergibt Kategorie 21, die Top-5 kommen auf über 2800. 
Auch die 14-köpfige Challenger-Gruppe mit einem Elo-Schnitt von über 2600 kann sich sehen lassen. Aus Deutschland ist Matthias Bluebaum dabei.
Rekordhalter beim Masters sind Anand und Carlsen mit fünf Siegen; mit vier Siegen folgen Aronian, Euwe, Kortchnoi und Portisch.
Die Turnierseite ist hier. (Weitere Infos folgen).
rit

Mittwoch, 10. Januar 2018

Ausschreibung der HEM 2018

Der Hessische Schachverband hat die Ausschreibungen für die Einzel-Turniere des Jahres 2018 herausgegeben. 
Die Klassische Einzelmeisterschaft findet vom 09.-13.05. in Frankfurt in der Stadthalle Zeilsheim statt. Wie üblich werden im Meisterturnier 9 Runden und in den Turnieren A-C je 7 Runden Schweizer System gespielt. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest der Partie plus 30 Sekunden Zuschlag pro Zug von Anfang an.
Die Schnellschachmeisterschaft wird am 09.-10.06. in Kassel ausgespielt. Es sind 11 Runden Schweizer System vorgesehen. Die Bedenkzeit ist 15 Minuten plus 10 Sekunden Zuschlag pro Zug.
Die Blitz-Einzelmeisterschaft wird am 30.06. in Langenbieber ausgetragen. Je nach Teilnehmerzahl werden 19 oder 21 Runden Schweizer System gespielt. Die Bedenkzeit ist 3 Minuten plus 2 Sekunden Zuschlag pro Zug.
Für alle Turniere kann man sich auf den Seiten des Hessischen Schachverbands hier anmelden. Die Meisterschaften der Frauen sind jeweils in die Turniere integriert. 
kg 

Dienstag, 9. Januar 2018

Schach um die Jahreswende

An Weihnachten und um die Jahreswende gab es wieder viele Traditionsveranstaltungen, von denen wir hier eine kleine Auswahl bringen.
Beim Weihnachts-Open in Zürich (100Tn-7Rd) lagen vier Mann mit 5,5 punktgleich an der Spitze, von denen sich Christian Bauer (Fra) nach Feinwertung den Titel holte. Die Deutschen Nisipeanu und Kunin sowie Moroni (Ita) waren mit dem Sieger gleichauf. Die Tabelle ist hier.
Der Rilton-Cup in Stockholm (120Tn-9Rd) wurde von einigen jungen Russen dominiert. Am Ende gewann Kirill Alexeenko mit 7,5 vor drei Mann mit 7,0. Deutsche Teilnehmer sieht man erst mit 4,5 im Mittelfeld. Die Tabelle ist hier.
Beim altehrwürdigen Kongress in Hastings (80Tn-9Rd) gewann der Inder Deep Sengupta mit 7,0 vor dem punktgleichen LouYiping (Chn). Neun Deutsche waren auch dabei. Die Tabelle ist hier.
Beim Staufer Open in Schwäbisch Gmünd (220Tn-9Rd) waren acht Mann mit 7,0 punktgleich, von denen der junge deutsche IM Jonas Lampert vor Kunin die haarscharf bessere Wertung hatte und alle internationalen Großmeister hinter sich ließ.. Die Tabelle ist hier.
Beim Schachfestival in Basel (50Tn-9Rd) belegten die drei Elo-Favoriten mit je 7,0 punktgleich auch alle Podestplätze. Nach der zweiten Feinwertung lag schließlich der Bulgare Boris Chatalbashev vor dem Deutschen Andreas Heimann und dem Schweizer Vadim Milov. Die Tabelle ist hier.
rit

Sonntag, 7. Januar 2018

London hat die Schach-WM 2018 übernommen

Der nächste Zweikampf um die Schach-Weltmeisterschaft findet in London statt, und zwar vom 09.-28. November 2018. Er geht über 12 Runden. Der Preisfonds beträgt 1 Mio Euro. Amtierender Weltmeister ist Magnus Carlsen. Sein Gegner wird im März beim Kandidatenturnier in Berlin ermittelt.
rit

Freitag, 5. Januar 2018

Nachlese - Riad als Austragungsort

Zur Vergabe der Rapid+Blitz-Weltmeisterschaften an Saudiarabien gibt es viele kontroverse Meinungen und Pressestimmen. Als Kostprobe haben wir zwei davon nachstehend verlinkt:
(1) FAZ-Online hier und (2) Spraggett on Chess hier.
rit

Mittwoch, 3. Januar 2018

Rückblick - Große Turniere 2017

Eine chronologische Auflistung der ganz großen Turniere des vergangenen Jahres (23 Stück) und ihrer Gewinner gibt es unter *weiter.
rit

Dienstag, 2. Januar 2018

Die Elo-Weltrangliste Januar

Top-10 der Männer: Ausgewertet wurden das London Chess Classic, das Superfinal in Moskau, das Nussknacker in St Petersburg und einige Ligapartien. Bemerkenswert: Anand ist seit Jahrzehnten erstmals aus den Top10  herausgefallen und Svidler nach 10 Jahren wieder einmal dabei.
  1 Carlsen    2834  -3       6 Wesley So  2792  +4
  2 Caruana    2827 +12       7 Kramnik    2787   0
  3 Mamedyarov 2804  +5       8 Nakamura   2781   0
  4 Aronian    2797  -8       9 Ding Liren 2769  -8
  5 Vachier    2793  +4      10 Svidler    2768  +3
Top-4 der Frauen: Gespielt wurden nur Liga-Partien. Der Kreis ist unverändert.
  1 Hou Yifan  2680   0       3 Muzychuk A 2571 -11
  2 Ju Wenjun  2572 -11       4 Kosteniuk  2561  +4
Die besten Deutschen sind Nisipeanu (M-69) und Paehtz (F-24). 
Im Schnellschach führen Carlsen und HouYifan sowohl im Rapid als auch im Blitz. 
Die Top-100-Listen gibt es hier (M) und hier (F). 
Rückblick:  In den letzten 5 Jahresend-Listen waren Carlsen, Kramnik, Nakamura, Caruana und Aronian bei den Top10 der Männer immer dabei. Bei den Top4 der Frauen war es HouYifan. Blickt man 10 Jahre zurück, dann findet man nur Kramnik und HouYifan in allen Listen. Seit 9 Jahren hält Carlsen die Spitzenposition.
rit

Montag, 1. Januar 2018

Wir wünschen unseren Lesern  
Gesundheit, Glück und alles Gute im Neuen Jahr!

Sonntag, 31. Dezember 2017

Blitz-Weltmeister 2017: Carlsen und Dzagnidze

Bei den Blitz-Weltmeisterschaften 2017 in Riad waren bei den Männern (Open) 138 und bei den Frauen 100 Teilnehmer/innen am Start, die jeweils 21 Runden zu absolvieren hatten. 
Im Open zeigte nach zähem Beginn der Favorit Magnus Carlsen seine Klasse und holte sich mit deutlichem Vorsprung den Titel und das erste Preisgeld. Auch bei den Frauen gab es eine klare Entscheidung; hier kam Nana Dzagnidze zum ungeteilten Sieg und Preisgeld.
Die Endstände an der Spitze: 
     Männer (Open) 
     1   Carlsen        Nor   16,0
     2   Karjakin       Rus   14,5
     3   Anand          Ind   14,5
     4   Wang Hao       Chn   14,0
     5   Aronian        Arm   14,0
     6-11    6 Mann     mit   13,5
     Frauen 
     1   Dzagnidze      Geo   16,5
     2   Gunina         Rus   16,0
     3   Ju Wenjun      Chn   14,0
     4   Lagno          Rus   14,0
     5-9     5 Damen    mit   13,5
Sieger und Siegerin erhielten für ihre Blitz-Erfolge 250 und 80 T$. 
Für Blitz und Rapid zusammen war Magnus Carlsen mit 283 T$ der Hauptverdiener in der Wüste. gefolgt von Anand mit 250. Von den Frauen nahmen Ju Wenjun 100 und Dzagnidze 92 T$ mit. Insgesamt wurden in einer Woche zwei Millionen Dollar ausgeschüttet.
Die kompletten Schlusstabellen gibt es hier, Einzelergebnisse und Partien hier+hier.  
rit

Freitag, 29. Dezember 2017

Rapid-Weltmeister 2017: Anand und Ju Wenjun

Bei den Rapid-Weltmeisterschaften 2017 in Riad waren bei den Männern (Open) 134 und bei den Frauen 100 Teilnehmer/innen am Start, die jeweils 15 Runden zu absolvieren hatten.
Das Open nahm einen wechselvollen Verlauf, bei dem am Schluss drei Mann punktgleich waren. Das danach fällige Stechen konnte Altmeister Vishy Anand überzeugend für sich entscheiden. Dagegen kam es bei den Frauen zu einer klaren Abstufung mit Ju Wenjun auf dem ersten Platz.   
Die Endstände an der Spitze: 
  Männer (Open)                  
  1   Anand          Ind   10,5
  2   Fedoseev       Rus   10,5
  3   Nepomniachtchi Rus   10,5
  4-9     6 Mann     mit   10,0
  Frauen            
  1   Ju Wenjun      Chn   11,5
  2   Lei Tingjie    Chn   11,0
  3   Paehtz         Ger   10,5
  4-8     5 Damen    mit   10,0

Das Dreigestirn im Open teilte sich die ersten Preisgelder, wonach jeder auf die schöne Summe von 150 T$ kam. Ju Wenjun erhielt den ungeteilten Damenpreis von 80 T$.
Bemerkenswert ist der Sieg von Ex-Weltmeister Vishy Anand, der mit seinen 48 Jahren noch längst nicht zum alten Eisen gehört, sowie aus deutscher Sicht der Podiumsplatz von Elisabeth Paehtz, die sportlich und finanziell gleichermaßen zufrieden sein dürfte.
Die kompletten Schlusstabellen gibt es hier, Einzelergebnisse und Partien hier+hier.  
rit

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Erstaunliche Verdienstmöglichkeiten in Saudiarabien

Bei den Rapid- und Blitz-Weltmeisterschaft im saudischen Riad werden finanziell nie dagewesene Dimensionen erreicht. Über den Gesamtfonds von 2 Mio $ und die Siegerpreise haben wir schon berichtet. Aber auch die Vergütung der weiteren Plätze ist bemerkenswert, z.B.:
In Tsd $      Open           Frauen
  Rang    Rapid  Blitz    Rapid  Blitz 
   1       250    250       80     80 
   2       125    125       40     40
   3        75     75       25     25
   4        50     50       16     16
   5        40     40       13     13
und so weiter bis hinunter zu den Plätzen 24-30, für die es immerhin auch noch 1.500 (700) Dollar gibt. Bei gleicher Punktzahl werden die Geldpreise geteilt.
Die Spieler können also in einer Woche mehr verdienen, als sonst in einigen Monaten. Ob sich solche Größenordnungen einbürgern, sei mal dahingestellt.
Allerdings hört man, dass die Fide mit den Saudis einen Vertrag über drei Jahre abgeschlossen hat. Die Spieler wird's freuen, auch wenn einige sittenstrenge Journalisten und Funktionäre, die sowieso nichts gewinnen können, aus politischen Gründen dagegen sind.
Aktiven Spielern aber, die gute Chancen auf das viele Geld haben und trotzdem -aus welchen Gründen auch immer- darauf verzichten, sollte man Respekt zollen, wie z.B. Anna Muzychuk, die dazu noch freiwillig beide Titel aufgibt.
rit

Dienstag, 26. Dezember 2017

Rapid + Blitz und Schotter in der Wüste

Zwischen den Jahren, vom 26.-30. Dezember, finden in der saudischen Hauptstadt Riad die offenen Rapid- und Blitz-Weltmeisterschaften statt. Das lassen sich die Scheichs 2 Millionen Dollar an Preisgeld kosten. Für Organisation, Unterbringung und Reisen kann man ruhig nochmal eine Million veranschlagen
Teilnehmen kann, wer mindestens 2600 Elo (Frauen 2300) aufweist. Gespielt werden 15 Runden Rapid (26.-28.) und 21 Runden Blitz (29.-30.). Die Bedenkzeit beträgt 15min+10sec bzw. 3min+2sec.
Der Preisfonds von zwei Millionen wird verteilt auf 750 T$ beim Rapid und 750 T$ beim Blitz. Bei den Damen gibt es nochmal 2 x 250 T$ dazu. Die Gewinner erhalten davon jeweils 250 T$ bei den Open und 80 T$ bei den Damen.
Wer im Open beide Disziplinen gewinnt, fährt mit einer halben Million Dollar nach Hause. Kein Wunder, wenn rund die Hälfte der Weltelite mitmacht - Weihnachten hin oder her.
Die Turnierseite ist hier. Übertragungen gibt es hier und hier täglich ab 12/13 Uhr.
rit

Samstag, 23. Dezember 2017

Wir wünschen allen Lesern Schöne Feiertage
und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Nächster Spielabend am 05.01.2018

Liebe Schachfreunde, rund um die Feiertage ist kein Spielabend des Schachclubs. Der nächste Spielabend findet nach der Weihnachtspause am ersten Freitag im neuen Jahr statt, das ist der 05.01.2018.
kg

Dienstag, 19. Dezember 2017

Neue Generation ?

Die Google-Tochter Deep Mind hat mit ihrem Versuchsprojekt "Machine Learning Alpha Zero" eine neue Art von Schachcomputer entwickelt.
Die Maschine hat sich mit der Monte-Carlo-Methode (was immer das ist) selber das Spielen beigebracht und es innerhalb von Stunden soweit gebracht, dass das bekannt starke Programm Stockfish keine Chance mehr hatte.
Der neue Programmieransatz und seine Ausführung benötigen aber die Leistung einer enormen Rechnerbatterie, die nur in der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung steht. Es steht daher in den Sternen, ob das System jemals zur Serienreife gelangt.
Wer mehr wissen will, kann hier und hier nachschlagen.
rit

Sonntag, 17. Dezember 2017

Schnellturnier in Fürth/Odw.

Am traditionellen Schnellturnier in Fürth/Odw. nahmen in diesem Jahr 32  Spieler teil. Gespielt wurden 7 Runden mit 15min. Bedenkzeit pro Partie und Spieler. Sieger wurde  Schäfer (Mörlenbach) mit 6 Punkten  vor Engel (Buchen) und Klundt (Heusenstamm).  Die beiden Ober-Ramstädter Teilnehmer erzielten gute Ergebnisse. W. Berndt belegte mit 5 Punkten den 4. Platz und K. Gürtler erreichte mit 4,5 Punkten Platz 7. gue

Denksport-Festival in China

Für chinesische Verhältnisse ist Huai'an mit 1,2 Mio Einwohnern eine Kleinstadt. Dort fanden jetzt die 6. Elite Mind Games statt, bei denen Spitzenspieler aus den Disziplinen Schach, Bridge, Go, Dame und Chinaschach vertreten sind.
Im Schachteil waren 12 Männer und 12 Frauen aus der erweiterten Weltklasse am Start. Gespielt wurde in den schnellen Kategorien Rapid, Blitz und Basket*.
* Beim Basket (baskisch) wird an zwei Brettern gleichzeitig gespielt.
Die Ergebnisse an der Spitze:
  Männer
   7 Rd Rapid    Andreikin, Mamedyarov, Le Quang Liem   Alle 4,5
  22 Rd Blitz    Artemiev und Grischuk je 16,0, Andreikin 14,0
   5 Rd Basket   Grischuk und Korobov je 6,5, Drei Mann mit 6,0  
  Frauen
   7 Rd Rapid    Stefanova und vier weitere Damen mit je 13,5
  22 Rd Blitz    Stefanova 14,5, Kosteniuk und Ju Wenjun je 13,5
   5 Rd Basket   Zhao Xue 7,5, A Muzychuk 6,5, zwei Damen mit 5,5 
Aus Deutschland war Elisabeth Pähtz dabei und landete nur auf den Plätzen 12/12/10. 
Die Turnierseite mit allen Tabellen ist hier
rit

Freitag, 15. Dezember 2017

Zweimal Stechen in St Petersburg

Bei den Russischen Meisterschaften 2017 (Superfinal) in St Petersburg waren die ganz großen Namen nicht dabei. Aber immerhin lagen bei den Herren fünf über 2700 und bei den Damen fast alle über 2400. Die jeweils 12 Teilnehmer/innen spielten 11 Runden J-J.
Den Männer-Titel holte sich Peter Svidler nach Stechen gegen Vitiugov. Beide hatten 7,0 Punkte. Mit je 6,5 folgen Fedoseev und Dubov.
Den Frauen-Titel holte sich Aleksandra Goriachkina nach Stechen gegen Pogonina. Beide hatten 7,0 Punkte. Mit je 6,5 folgen Kashlinskaja und Girya.
Weitere Einzelheiten und die kompletten Schlusstabellen findet man hier bei ChessBase.
rit